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AusstellungZeitRaum 3 NationalsozialismusThemenwand Unter Zwang Zeichnung von Grigori Endeberja

Zeichnung von Grigori Endeberja

Russisches Schulheft | 1942
Stadtarchiv Halle (Westf.)

Seinen 18. Geburtstag erlebte der ukrainische Zivilarbeiter Grigori Endeberja im Polizeigefängnis Halle. Ihm wurde vorgeworfen, auf dem Hof seines Arbeitgebers, Bauer Meyer zu Hoberge in Steinhagen, Eier gestohlen und diese verschenkt zu haben. Endeberja habe den Hof des öfteren verlassen und Kontakt zu Landsleuten gesucht. Der Bauer beobachtete zudem mißtrauisch, dass Endeberja abends lange aus dem Fenster sah oder zeichnete.

Wegen dieses „seltsamen Verhaltens“ erstattete der Bauer Strafanzeige und brachte das Zeichenheft gleich mit. Ob der junge Ukrainer eine der Hinrichtungen im Teutoburger Wald mitangesehen hatte oder in seinen Bildern Heimweh und Todessehnsucht ausdrückt, bleibt offen.

Grigori Endeberja stammte aus der Großstadt Stalino (heute Donezk) in der Ukraine, die im Oktober 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt wurde. Der damals 17jährige brach kriegsbedingt die Schule ab, ihm wurde ein Arbeitseinsatz im deutschen Reich „angeraten“. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.

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