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Volldampf voraus!

Eine aufwühlende Zeit erlebten die Ravensberger seit 1840: die gescheiterte politische und die erfolgreiche industrielle Revolution. Als sich König Friedrich Wilhelm IV. 1840 krönen ließ, wurde in Halle gefeiert - mit Festessen und Feuerwerk! Doch bald gärte es im Volk. Die Preise für handgesponnenes Garn, Halles wichtigsten Exportartikel, verfielen. Schwere Missernten stürzten die Heuerlinge in existenzielle Not. Viele flohen in die Neue Welt. Zeitgleich hatte die Erweckungsbewegung regen Zulauf. Sie bot Trost, predigte Duldsamkeit und Nächstenliebe. Das Bürgertum dagegen verlangte politische Mitsprache. Blutvergießen wie 1848 in Berlin gab es in Halle nicht, aber ein waches Interesse und vereinzelte Opposition. So gab der Demokrat Heinrich Uthmann den "Boten vom Ravensberge" (später "Haller Kreisblatt") heraus. Er schrieb über die Frankfurter Nationalversammlung wie über die Armut der Heuerlinge. Ab 1850 erblühte Halles Industrie. Bergbau schien ein gutes Geschäft zu werden. In der Tabakfabrik Kisker rauchte 1860 die erste Dampfmaschine, Seilerei Hackmann und Fleischfabrik Rolff folgten. Die Infrastruktur wurde ausgebaut. Halle bekam 1849 ein neues Amtsgericht, 1856 eine Kreissparkasse und mit der Telegrafie 1867 einen heißen Draht zur großen Welt...

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